1858 von Emil Deschler gegründet als Schilder- und Zinkornamenten-Fabrik Emil Deschler 

wurde die Firma im 19. Jahrhundert zur größten Posamentenfabrik auf dem europäischen Kontinent.

Gemeinsam mit dem Sohn des Gründers, wiederum einem Emil Deschler, hat dann Gustav Albert August Ludwig (Rosi’s Großvater) als Teilhaber die Firma zu Süddeutschlands größter Schilderfabrik vorangebracht. Noch heute kann man z.B. bevorzugt im bayerischen und österreichischen Alpenraum auf verschlungenen Pfaden Wegweiser der Firma Deschler finden.

Im 2. Weltkrieg weitgehend  zerstört, wurde sie nach 1945 notdürftig wieder aufgebaut und  in Betrieb genommen durch den Dipl.-Kfm. Hermann Ludwig (Rosi’s Vater) als alleinigen Inhaber, da Emil Deschler (siehe Belegschafts-Bild von 1937, mit dem markanten Schnurrbart in Bildmitte) nicht „entnazifiziert“ wurde.

Onkel Erich Koslowski wurde nach seiner Rückkehr aus dem Russland-Feldzug zum Geschäftsführer der Firma Emil Deschler ernannt. Er bewohnte das damalige Pförtnerhaus (die heutige „Wolfsklause) zusammen mit seiner Mutter (Oma Klara Koslowski) bis zu seinem Tod im Jahre 1960. Danach zog Inge Schiff, die Schwester von Rosi für ca. 2 Jahre in das Haus ein, bis zu ihrem Wechsel nach Göttingen ins „Heim für höhere Töchter“.

Nach dem Tod von Oma Klara Koslowski 1965 wurde das Haus noch von dem Betriebsleiter, Herrn Otmar Ferner mit Familie bewohnt bis zum Verkauf der Firma Emil Deschler an Herrn Anton Scharpf aus Rammingen im Jahre 1982.